Die Schulden der Diktatoren

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit hat Dikator Ferdinand Marcos die Phillippinen über Jahrzehnte blutig unterdrückt und ausgeplündert. Gleichzeitig war er willkommener Kunde bei internationalen Banken. Ähnlich war es in Südafrika während der Apartheid, im Kongo unter Mobutu und in Argentinien zur Zeit der Militärdiktatur.

In eindrucksvollen Bildern erklärt der norwegische Filmemacher Erling Borgen, wie ein Fünftel der gesamten Schulden der Entwicklungsländer das Resultat von Darlehen ist, welche an brutale Diktatoren gegeben wurden und deren Regime stützten. Diese illegitimen Schulden gehen noch heute zu Lasten von armen und unschuldigen Menschen und verhindern Armut und Unterentwicklung zu überwinden.

Der Dokumentarfilm schaut über Touristenattraktionen hinaus und besichtigt die armen Viertel von Buenos Aires und die deprimierenden Gemeinden von Johannesburg, in denen hoffnungslose Jugendliche nach Arbeit suchen. Die Reise endet in den Elendsvierteln von Manila. In Interviews mit Überlebenden der diktatorischen Willkürherrschaft, Opfern der Folgen der andauernden Verschuldung und mit Aktivisten sozialer Bewegungen werden Geschichte und Gegenwart dieser Länder lebendig.

Die Geschichte unterstreicht die traurige Tatsache, dass korrupte Diktatoren und ihre Generäle die erschreckendsten Menschenrechtsverletzungen verübten, während die großen Banken der Welt wie der Internationale Währungsfonds und die Weltbank Schlange standen, um Milliardenkredite anzubieten.

Der Friedensnobelpreisträger Adolfo Perez Esquivel zitiert: „Die Banken haben für alles einen Preis, aber für nichts einen Wert“.

 

Länge: 45 Minuten, deutscher Sprecher, deutsche Untertitelung der Interviews

Buch und Regie: Erling Borgen  -   Opens external link in new windowwww.erlingborgen.com

Hergestellt 2005 für Norwegian Church Aid  -  Opens external link in new windowwww.nca.no

Deutsche Übersetzung 2008 durch attac Berlin, AG Finanzmärkte, unterstützt
durch die Stiftung Umverteilen  -  Opens external link in new windowwww.umverteilen.de